seit 01.März 2005...

Daten laut M-Plakette

Produktionsdatum

08. Juni 1978

Typ

22-19-31 (7-Sitzer L-Bus, Linkslenker, Schiebetür rechts, manuelle Schaltung, 70Ps)

Lackierung

Farbcode E1R1 Leuchtorange (L20B) unten , Pastellweiß (L90D) oben

momentaner Lackauftrag wahrscheinlich aus der Renault Truck Palette (laut Scanner)

Innenausstattung

Code 52 Kunstleder Alabaster (grau)

Mehrausstattung

M102 beheizbare Heckscheibe

M186 Gurte für Hintersitzbank

M506 Bremskraftverstärker und Zweikreisbremskontrollleuchte

M597 Batterie 63Ah

M708 ???

M089 Windschutzscheibe Verbundglas

M060 Stand- und Zusatzheitzung (Unterfluhr)

Veränderungen am Bulli

1985 Umbau zum Campinfahrzeug mit SYRO-Möbeln

1985 Einbau eines Glasklappdaches im Fahrerhaus

2006 Anbringung einer originalen Cornett-Sonnenschute 

zur Geschichte des 78er L-Bus

So war er in der Zeitschrift "ZweiteHand" inseriert, für 600 €. Eigentlich hab ich einen Käfer gesucht, aber bei dem Preis und mit Tüv hab ich nicht lange überlegt.

Die Innenausstattung war mit echt fiesen Folien beklebt. Mittlerweile ist wieder alles im Originaldesign "Eiche hell".

Von außen sah er auch nicht besser aus.  Hinten rechts geschweißt, beulig, riesige Stelle abgeplatzter Spachtel, aber rostfrei. Außerdem über und über mit einer klebrigen Schicht bedeckt, wahrscheinlich Baumharz. Die Zierleisten schwarz lackiert und alle Fugen zugespachtelt. Die Schiebetür hab ich schonmal saubergemacht, man sieht gleich den Unterschied zum Rest.

Der Motor machte auf den ersten Blick einen guten Eindruck, der äußere Schein kann aber manchmal trügen. Genauso wie der Tachostand. mit 231.696 Km hab ich ihn gekauft, jedoch nach Durchsicht aller Unterlagen (seit 1985 vollständig, jede Rechnung, sämtliche Tüvberichte !!!) hat er diesen Km-Stand seit 2000! Also erstmal eine neue Tachowelle installiert.

Nach vier Wochen Fahrspaß dann der Supergau. Kurbelwellenlager zerstört. Laut Unterlagen 1998 gewechselt worden, wahrscheinlich aber das Kurbelwellenlängstspiel nicht eingestellt.

Bei der Demontage dann auch noch die eine Schraube in der Mitte des Kurbelgehäuses vergessen und das Gehäuse beim Auseinandernehmen zerbrochen. Also blieb nur noch komplett neu.

Ein gebrauchtes Gehäuse mit Kurbelwelle und Nockenwelle günstig und mit geringer Laufleistung erstanden, alles geprüft und für gut befunden und die Anbauteile montiert.

Das Längstspiel mit Messuhr gemessen und mit entsprechenden Abstandringen von VW (ja, es gibt doch noch Teile original) eingestellt. Der Motor lief seitdem über 60.000 km klaglos.

Die unschöne Stelle ist mitlerweile auch saniert.

Bei der Gelegenheit die Felgen in Wagenfarbe Lackiert.

Die Sonnenschute rundet das Erscheinungsbild perfekt ab.

Ein originaler Dachträger ist mir zu teuer, also hab ich mir Bilder von verschiedenen Originalen besorgt, Material im Baumarkt gekauft und einen selbergezimmert. Materialkosten etwa 45 €.

Die Holzleisten hab ich zusammen mit Silly dreimal geschliffen und dreimal mit Treppenlack versigelt.

Macht doch einen guten Eindruck...

Da ich auf Grund erlahmter Drehstäbe fast keine Sicht mehr nach hinten hatte, hab ich die Drehstäbe um einen Zahn verdreht. Jetzt ist der Bulli hinten wieder so hoch, dass er nicht mehr runterhängt und im Rückspiegel wieder mehr als nur 10m der Straße zu sehen sind.

Da ab 20. Juni 2008 das H-Kennzeichen angepeilt ist, geht sowas natürlich nicht.

Also hab ich am 9. November 2007 das durchgegammelte Stück rausgetrennt, ein Reparaturblech eingepasst...

...und eingeschweißt. Wie man sieht, hat hier ein Vorbesitzer auch schon mal die Trittstufe geschweißt. Das ganze war für mich eine gute Übung mit dem neuen Schweißgerät, am waagerechten Teil hab ich mich noch ausprobiert, die Schräge hat dann richtig gut geklappt.

10. November 2007: nachdem ich die geschweißten Stellen geschliffen und gespachtel hab, habe ich begonnen, die Sünden eines Vorgesitzers zu beseitigen. Sämtliche Fugen sind zugespachtelt und wie man sich denken kann natürlich aufgerissen. Also hab ich die Fugen neben der Tür wieder freigelegt, zum Glück war kein Rost drunter, und dann alles gespachtelt und geschliffen.

Da sich an der unteren Kante der Front und auf dem Prallelement der Lack großflächig gelöst hat, hab ich dort auch gleich noch alles abgeschliffen. Hier sieht man schön, dass der Bulli mal Leuchtorange war (untenrum).

Jetzt alles schön grundiert...

...und lackiert.

Die Front sieht wieder richtig schick aus.

Und der Einstieg kann sich auch wieder sehen lassen. Dummerweise hab ich alles abgedeckt, bis auf die Gummimatte im Fahrerhaus. Jetzt ist die Kante blau, aber mit Terpentin müßte es wieder abgehen.

12. November 2007: Der Trittstufengummi ist nur mit doppelseitigem Klebeband befestigt, ich wollte keine neuen Löcher ins Blech bohren. Hält aber super gut.

Da wir zu Hause gerade renovieren und etwas Laminat übrg war, hab ich es in den Bulli gelegt. Macht sich doch recht gut da.

13. November 2007: Hier sieht man gut die zugespachtelte Trennfuge und die Risse.

Die Fuge ist wieder frei, vom unteren Ende der B-Säule war allerdings nicht mehr viel übrig.

Also mal schnell ein Blech gedengelt...

...und eingeschweißt.

An der unteren Türaußenseite waren einige Rostblasen, die hab ich weggeschliffen.

Nach dem ersten Spachteln und Nachschleifen hab ich erst mal grundiert.

Außerdem hab ich auch noch angefangen Alu-Profile an das Laminat zu schrauben.

14. November 2007: die Ecke des rechten Einstiegs war durchgerostet, also weg damit und ein neues Blech rein.

Erst mal angepunktet...

...und dann eine Naht gezogen, verschliffen, gespachtelt, nochmal geschliffen, grundiert und...

...lackiert.

16. November 2007: Eine weitere Naht freigelegt, auch hier kein Rost drunter, nur der Spachtel war auch hier gerissen. Außerdem war die gespachtelte Fläche mit einigen Rissen versehen. Beim Wegschleifen haben sich einige Stellen gezeigt, die nicht richtig ausgehärtet waren, sondern die merkwürdig krümelig waren. Da haben sich dann Risse gebildet.

22. November 2007: einige weitere Risse ausgeschliffen und teilweise schon mit neuem Spachtel versehen.

Der rechte Außenschweller ist zwar 1993 schon mal erneuert worden (bei VW), aber 14 Jahre später sieht er nun so aus.

Also einen neuen von Thomas Koch kommen lassen.

Das marode Blech dann Stück für Stück rausgetrennt. Der Fußboden ist übrigens schon fertig, die Aluprofile sehen richtig gut aus als Abschluß.

Hier ein Stück Bulligeschichte: In der unteren Führungsschiene der Schiebetür hat sich ganz links, da wo man erst rankommt, wenn man die Tür ausbaut, ein griechisches Geldstück eingenistet. Es ist schon total verbeult, da die Führungsrolle stets dagegen kam. Auf jeden Fall zeugt es von einer Reise, die vermutlich in den 90ern nach Griechenland unternommen wurde. Ein weitgereister Bulli also...

Und so sieht der Schweller von innen aus.

Daher hier auch noch ein neues Stück eingepasst. Der Rest ist mit Fertan behandelt.

23. November 2007: Der neue Schweller ist eingeschweißt und grundiert.

Jetzt müssen nur noch die Übergänge geschliffen und gespachtelt werden, dann wird lackiert.

24. November 2007: hinten rechts geschliffen...

...und grundiert.

Außerdem noch Unterbodenschutz auf den Schweller aufgetragen.

24. November 2007: heute wurde lackiert.

Der Schweller ist jetzt wieder TÜV-fähig.

26. November 2007: Heute hab ich die Gummimatten auf den Radkästen "erneuert". Ich habe die alten vom 76er Westy genommen, die Risse mit Profilgummikleber geklebt und nun sehen sie fast aus wie neu. Vorher war Teppich verklebt worden, sah ziemlich mistig aus. Im Westy kommen dann neue Matten zum Einsatz.

4. Dezember 2007: Heute ist Post gekommen! Ein absoluter Glücksfang ist mir da gelungen, in den Kleinanzeigen des Bulli-Revival-Forums hab ich originalen und noch nie verbauten blau-grünen Westfalia-Stoff aufgetan. Danke an dieser Stelle noch mal an Jeronimo.

5. Dezember 2007: ich hab mich natürlich gleich darangemacht, die Bank zu beziehen.

Das Ergebnis ist absolut genial geworden. Keine Falten im Stoff.

6.Dezember 2007: Heute war noch der Hocker dran. Da ich im 76er schon eine Kiste habe, fand ich es nur praktisch, den Hocker für der 78er zu beziehen.

Und so sieht das ganze im eingebauten Zustand aus.

10. Dezember 2007: heute musste leider das Getriebe raus. Die Gänge, vor allem der Rückwärtsgang ließen sich nicht mehr schalten.

Bei der Gelegenheit hab ich auch gleich das Pilotlager gewechselt.

Das Ende der Getriebeausgangswelle war total fertig. Ich musste bereits dreimal das Pilotlager wechseln, da sich eine immer tiefer werdende Einlaufspur am Ende der Welle gebildet hat. Der Durchmesser hatte sich im laufe der Zeit um fast einen ganzen Millimeter gegenüber Neuzustand verringert. Damit wurde das Spiel zu groß, das Pilotlager immerwieder zerstört und das Schalten zur Qual.

20. April 2008: Kleine Ursache - große Wirkung! Der Motor ging im Stand aus, nur unter Vollgas war Fahren möglich. Die Leitung zum BKV hab ich erneuert, es war aber "nur" ein kleiner Deckel am linken Vergaser, der fehlte. Aus einem Schlachtvergaser einen Deckel ausgebaut und hier eingepasst, neu gebördelt, und nun läuft er wieder.

Bei der Gelegenheit hab ich heute auch noch die Weißwandringe von RAVUS montiert. Sieht echt super aus und ist die einzig wahre und legale Lösung, wenn man nicht teure Weißwandreifen kaufen will.

20.Juli 2008: heute haben mein Vater und ich das linke Seitenfenster ausgebaut, um ein Lamellenfenster einzubauen. Der Rahmen präsentierte sich uns als absolut rostfrei.

Dieses Fenster ist von Syro, also passend zur Camping-Ausstattung. Der Vorteil gegenüber den Westfalia-Fenstern ist der, dass eine normale Dichtung genommen wird.

Im Gegensatz zu den allgemein bekannten Westfalia-Fenstern ist das Syro-Fenster zweigeteilt und wird mit Hebeln bedient statt mit Drehrädern.

13.August 2008: etliche Risse im Spachtel galt es zu beseitigen.

Also alle mit der Flex ausgeschliffen...

...und neu mit Spachtel aufgefüllt.

Dann grundiert...

...und lackiert.

Desweiteren hab ich die Manschetten der Antriebswellen getauscht und die Gelenke gereinigt...

...da die Manschetten aus eher fragwürdiger Produktion stammen und nach etwa einem Jahr so aussahen.

Die Stoßdämpfer hab ich dann auch noch gewechselt, die alten waren zwar von der Funktion her noch okay, waren aber total verrostet. Der Tüv soll ja schließlich überzeugt werden, dass der Bulli ein H-Kennzeichen verdient.

14. August 2008: Heute war ich bei der DEKRA. Wäre dieses Loch nicht, hätte ich auf Anhieb das H-Kennzeichen erhalten. Hätte ich mir eigentlich denken kännen.

Also bin ich schnell in die Scheune gefahren, habe allen Rost rausgeschnitten, ein neues Stück Blech zurechtgeschnitten und eingepasst.

geschweißt und geschliffen...

gespachtelt und grundiert...die Feinarbeit kommt später, so hat es aber erst mal für den DEKRA-Mann gereicht. Drei Stunden nach meiner ersten Vorstellung hatte ich dann das H-Kennzeichen.

sieht doch verdammt gut aus, so ein H auf dem Kennzeichen.

20.September 2008: Endlich hab ich ein Paar vernünftiger Türverkleidungen bekommen. Die alten sind eingerissen, mistig und durch ein Lautsprecherloch verschandelt.

Ich hab mich schon einige Zeit gefragt, wann ich wohl den Zuziehgriff verliere...

Die neue Verkleidung musste erstmal ordentlich geschrubbt werden.

Danach sah alles fast aus wie neu.

Das waren meine Hilfsmittel.

Fertig eingebaut sieht das ganze dann so aus.

Jetzt  kann ich wieder beruhigt die Tür zuziehen.

Die Beifahrerseite ist natürlich auch neu.

Und für alle, die sich fragen, was das für ein komischer Kasten an der Handschuhfachklappe ist:

Es ist eine uralte Kennzeichenbeleuchtung, die zu einer Kartenleselampe umfunktioniert wurde. Mit dem Ziehschalter darunter wird sie betätigt. Ist schon ewig im Bulli, find ich auch so praktisch, dass das Teil bleibt. genau wie die nicht ganz originale Ablage unterhalb desy Armaturenbrettes.

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